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	<title>Blog - start: Psychotherapie und Coaching &#187; Selbstwertprobleme und Depressionen</title>
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	<description>Aktuelles aus Wissenschaft, Forschung &#38; Praxis</description>
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		<title>Was sich hinter der Jagd nach dem „Perfekt sein“ verbirgt&#8230;&#8230;..</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 06:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>start: psychotherapie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Es gibt sie, die Menschen die den Anschein machen immer alles perfekt unter Kontrolle zu haben. Im Job geben sie immer hundert Prozent und auch privat läuft immer alles bestens. Sie sind auf jeder angesagten Party anzutreffen, haben gut erzogene Kinder und viele Freunde. In Krisensituationen behalten sie selbst einen klaren Kopf,  haben immer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2012/05/MG_0822.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-371" title="_MG_0822" src="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2012/05/MG_0822-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt sie, die Menschen die den Anschein machen immer alles perfekt unter Kontrolle zu haben. Im Job geben sie immer hundert Prozent und auch privat läuft immer alles bestens. Sie sind auf jeder angesagten Party anzutreffen, haben gut erzogene Kinder und viele Freunde. In Krisensituationen behalten sie selbst einen klaren Kopf,  haben immer gute Ratschläge für ihr Umfeld, bewirten ihre Gäste mit komplizierten 4-Gang Menüs und haben obendrein dabei auch noch eine Menge Spaß. Vielleicht gehören Sie sogar selbst ein wenig zu den Menschen, die sich und der Umwelt immer wieder beweisen wollen bzw. müssen: „Ich habe alles fest im Griff und meistere jede Herausforderung mit Bravour“. Schwach sein dürfen und „Nein sagen“, Anforderungen und Aufgaben ablehnen gehört nun einmal nicht zu den favorisierten Persönlichkeitszügen unserer heutigen Gesellschaft. Woher kommt der ständige Drang alles perfekt meistern zu wollen? Wieso versuchen wir in möglichst vielen Lebensbereichen „perfekt“ zu sein?<span id="more-370"></span>Eigene Grenzen werden gerne dabei übersehen und eine chronische Überanstrengung gehört fast schon unausweichlich zum Lebensalltag dazu. Häufig stecken hinter solchen Verhaltensweisen eingefahrene Lebensmuster. Aufgrund ähnlicher Erfahrungen, die sich im Lauf der Kindheit und des bisherigen Lebens wiederholt haben (oder die wir aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen in gleicher Weise interpretiert haben) stellten sich Denkweisen ein, die in spezifischen Reizsituationen immer wieder die gleichen Reaktionen auslösen. Hinter dem zwanghaften Bestreben „immer alles richtig zu machen“ könnten Erlebnisse in der Vergangenheit stehen, die der Person den Eindruck vermittelt habe, falsch gehandelt bzw. versagt zu haben! Um neue und ähnliche  Erfahrungen dieser Art und deren unangenehme Konsequenzen zu vermeiden, stellen sich Verhaltensmuster ein, die einem zwanghaften Perfektionismus ähneln. Daran ist erstmal nichts Besorgniserregendes auszusetzen. Wer beklagt sich schon darüber, dass er einen „perfekten“ Partner, Freund oder Angestellten hat?</p>
<p>Was aber, wenn dieser Perfektionismus nicht über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten ist? Ein Mensch ist nicht unentwegt leistungsfähig! Ständige Überforderung löst häufig Symptome eines Burnouts aus. Um dies zu vermeiden sollte man im Alltag immer wieder Pausen zur Selbstreflexion einlegen, in denen man für sich kritisch überprüft, ob die Balance zwischen Arbeit und Entspannung noch im Einklang ist. Eine gute Hilfestellung bietet das Bild einer Waage. Eine Waagschale stellt  hierbei den Leistungsbereich dar, die andere Schale steht für Entspannungsmöglichkeiten. Oftmals stellt man bei dieser Übung fest, dass es im Alltag an Pausen und angenehmen Aktivitäten mangelt. Selbstfürsorge ist eine nötige Voraussetzung um auch auf Dauer leistungsfähig zu bleiben. Über einen kürzeren Zeitraum können zur effektiven Entlastung und Entspannung beispielsweise Meditationsübungen helfen. Sport, Autogenes Training oder auch Aktivitäten wie kochen und Gartenarbeit wirken für manche Menschen entspannend. Leider stellen immer mehr Menschen fest, dass sie nicht mehr abschalten können. Sie neigen dazu immer wieder sich selbst zu überfordern und für andere aufzuopfern. Für diese Menschen wäre es ratsam, Hilfe und Unterstützung zu suchen um die oben beschriebenen eingefahrenen Lebensmuster kritisch zu analysieren und ggf. neue Verhaltensweisen zu erlernen.</p>
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		<title>Stress im Jugendalter?</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 21:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>start: psychotherapie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stress: für Erwachsene der tägliche Begleiter im Alltag. Die Stressauslöser der heutigen Gesellschaft lassen sich unter anderem in folgende Bereiche einordnen: 1. Körperliche Belastungen wie Lärm, Kälte, Hitze, Überarbeitung, Hunger, Verletzungen, Krankheiten, Überanstrengung. 2. Psychische Verursacher wie Angst, Schreck, Leid oder Unsicherheit (z. B. in der Schule). 3. Sogenannte soziale Auslöser wie Armut, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2012/02/MG_06751.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-277" title="_MG_0675" src="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2012/02/MG_06751-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Stress: für Erwachsene der tägliche Begleiter im Alltag. Die Stressauslöser der heutigen Gesellschaft lassen sich unter anderem in folgende Bereiche einordnen:</p>
<p>1.<em> Körperliche Belastungen</em> wie Lärm, Kälte, Hitze, Überarbeitung, Hunger, Verletzungen, Krankheiten, Überanstrengung.<br />
2. <em>Psychische Verursacher</em> wie Angst, Schreck, Leid oder Unsicherheit (z. B. in der Schule).<br />
3. Sogenannte <em>soziale Auslöser</em> wie Armut, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Probleme in Schule/Beruf oder in der Familie.<br />
4.<em> Künstliche Stressfaktoren</em> wie Reizüberflutung durch die Medien, Anforderungen durch die Technik, Drogen, Medikamente, Konsumzwang, Geschwindigkeitsrausch usw.</p>
<p>Solange man sich zwischen den einzelnen Stresssituationen ausreichend erholen kann, ist Stress nicht schädlich. Wir brauchen sogar ein bestimmtes Maß an Reizen, um widerstandsfähig zu bleiben. Diese positive Art Stress, die auch zu Höchstleistungen anspornen kann, heißt Eustress. Treten Stressoren jedoch gehäuft auf, bleibt keine Zeit für die notwendige Regeneration. In diesem Fall wirkt sich der sogenannte Dystress negativ auf Körper und Psyche aus. Wie viele Studien in den letzten Jahren gezeigt haben, wirken zahlreiche der oben aufgeführten Stressoren bereits im Jugendalter auf die Heranwachsenden ein.<span id="more-275"></span></p>
<p>Der Lebensabschnitt der Jugendlichen birgt zudem spezielle Entwicklungsaufgaben, denen sich die jungen Erwachsenen stellen müssen. Als wichtige Entwicklungsaufgaben in der Jugendphase gelten nach Stangl (2006):</p>
<ul>
<li>Neue und reifere Beziehungen zu Gleichaltrigen beiderlei Geschlechts aufbauen,</li>
<li>Übernahme der entsprechenden Geschlechtsrolle,</li>
<li>Akzeptieren und Annehmen der körperlichen Entwicklungsschritte,</li>
<li>Räumliche und emotionale Ablösung von den Eltern und zunehmende Selbstständigkeit,</li>
<li>Vorbereitung auf Partnerschaft, Ehe und Familienleben,</li>
<li>Vorbereitung des beruflichen Werdegangs,</li>
<li>Entwicklung einer Ideologie mit eigenen Werten und Normen.</li>
</ul>
<p>Neben den ganz alltäglichen Anforderungen des Alltags, zu denen Probleme wie beispielsweise der alltägliche Termindruck, Konflikte in der Familie und Streit mit Freunden gehören, kommen gerade in unserer sehr stark leistungsorientierten Zeit regelrechte Existenzängste hinzu. Es wird für Heranwachsende immer schwieriger den gesellschaftlichen, schulischen und beruflichen Anforderungen zu entsprechen. Um den Erwartungen und Herausforderungen gerecht zu werden, müssen Jugendliche schon in dieser frühen Lebensphase ihr Leistungsvermögen und ihre Leistungsbereitschaft unter Beweis stellen. Zukunftsängste, die sich in Form von Leistungsängsten bemerkbar machen, kennt heutzutage fast jeder Schüler. Angst vor Prüfungen und schlechten Noten, Panik keinen guten Schulabschluss machen zu können – das sind Ängste, die in unserer Gesellschaft überaus verständlich sind und daher auch von Eltern und Lehrern immer wieder getriggert werden. Die meisten Jugendlichen entwickeln die nötigen Strategien, um mit den widersprüchlichen Anforderungen erfolgreich fertig zu werden. Etwa jeder fünfte aber ist damit mindestens zeitweise überfordert. Das kann zu depressivem, aggressivem oder auch zu Suchtverhalten führen. Nach einer neuen Studie, die die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der DAK an 25 Schulen in sieben Bundesländern durchgeführt hat leidet fast jeder dritte Schüler unter depressiven Stimmungen. Die meisten Betroffenen finden sich unter den Haupt- und Realschulen. Die Befragung der fast 6.000 Jungen und Mädchen zwischen elf und 18 Jahren ergab als Hauptursachen für die Probleme der Jugendlichen Schulstress und Leistungsdruck. Schwierig ist vor allem, wie die Betroffenen mit ihren Problemen umgehen. „Mehr als doppelt so viele Jungen und Mädchen mit depressiven Stimmungen (37 Prozent) gehen Problemen lieber aus dem Weg, anstatt sie aktiv zu lösen – gegenüber 18 Prozent der Befragten ohne depressive Stimmungen.&#8221; Dass diese Vermeidung jedoch zur Stabilisierung der psychischen Probleme beitragen kann, verschärft die Lage jedoch zusätzlich. Wer dagegen früh lernt, mit Stresssituationen konstruktiv umzugehen und wer Unterstützung durch die Familie, Freunde und Schule erfährt, kommt mit dem Stress im Jugendalter besser klar.</p>
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		<title>Teilleistungsstörungen, was sind das?</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 11:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>start: psychotherapie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Was sind Teilleistungsstörungen und was ist unter den Pseudonymen der „Legasthenie“ und der „Dyskalkulie“ überhaupt zu verstehen? Zu den Symptomen einer Legasthenie, die im Volksmund auch als Lese-Rechtschreibstörung bekannt ist, zählt eine niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text, das Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben. Zudem kann [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2011/12/Jugendpsychotherapie-Sucht2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-234" title="Teilleistungsstörungen, was sind das?" src="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2011/12/Jugendpsychotherapie-Sucht2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was sind Teilleistungsstörungen und was ist unter den Pseudonymen der „Legasthenie“ und der „Dyskalkulie“ überhaupt zu verstehen? Zu den Symptomen einer Legasthenie, die im Volksmund auch als Lese-Rechtschreibstörung bekannt ist, zählt eine niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text, das Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben. Zudem kann der Inhalt des Gelesenen zum Teil nur unzureichend wiedergegeben bzw. interpretiert werden. Hinsichtlich der Rechtschreibung zeigen sich folgende Schwierigkeiten: Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten aber auch abgeschriebenen Texten. Wörter werden im selben Text häufig auch mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben. Hinzu kommen auffallend viele Grammatik- und Interpunktionsfehler und oft eine unleserliche Handschrift.</p>
<p>Bei der „Dyskalkulie“ handelt es sich um eine Rechenstörung, die sich durch folgende Defizite zeigt: Mengen einschätzen, zu vergleichen oder zu sortieren fällt schwer, Fragen nach &#8220;kleiner&#8221;, &#8220;größer&#8221;, &#8220;mehr&#8221; oder &#8220;weniger&#8221; können vom Kind nicht beantwortet werden. Die Fähigkeit, Gegenstände abzuzählen oder Mengenbilder gesprochenen Zahlwörtern zuzuordnen ist eingeschränkt. Später werden im Hunderter- und Tausender-Zahlenraum die Stellenwerte vertauscht oder verdreht. Das Rechnen mit Gegenständen oder Maßeinheiten (Geld, Gewichte, Längenmaße) fällt schwer. Auch das Ablesen der Uhrzeit bereitet große Probleme.  <span id="more-231"></span>Die Ausmaße solcher Teilleistungsstörungen beschränken sich jedoch keineswegs auf den Schulunterricht. Die Fähigkeiten die Sprache zu beherrschen sowie Kenntnisse über Zahlen und deren sinnvolle Einordnung, werden uns in nahezu allen Lebensbereichen abverlangt. Oftmals werden jedoch selbst von Fachkräften in der Schule Defizite in diesen Basics schlichtweg nicht erkannt oder falsch interpretiert. Die Umwelt hält das Kind für faul oder dumm, wenn es immer wieder durch die oben genannten Defizite auffällt. Dadurch fühlt es sich entwertet und erlebt sich zunehmend als Außenseiter. Es lehnt die Auseinandersetzung mit geschriebener Sprache mehr und mehr ab und entwickelt häufig Konzentrationsschwierigkeiten und Lernblockaden. Nicht selten werden Lehrer und Eltern erst durch solche unerwünschten „Nebenwirkungen“ auf das Kind aufmerksam. Wichtig erscheint dann eine gezielte Suche nach den Ursachen der Verhaltensauffälligkeiten. Denn Legasthenie und Dyskalkulie wirken sich nicht nur auch auf andere Schulfächer aus, die gesamte Entwicklung des Kindes wird ungünstig und im schlimmsten Fall nachhaltig beeinflusst. Das Kind hat keine Lust mehr auf die Schule oder sogar Angst vor dem Unterricht. Psychosomatische Probleme (Bauchweh, Kopfweh, Bettnässen) können sich einstellen. Das Kind wird still, zieht sich zurück oder zeigt durch aggressives Verhalten seine Frustration, Enttäuschung, Selbstunsicherheit und Angst. Werden dann die Teilleistungsstörungen nicht als Ursache erkannt, verstärken sich die ursprünglichen Auswirkungen und die psychischen Folgen gegenseitig. Es entsteht ein Teufelskreis, der das Auftreten und eine Manifestation an negativen Begleiterscheinungen begünstigt. Untersuchungen zeigen, dass legasthene Kinder deutlich häufiger psychische Störungen entwickeln (z. B. Despressionen, Angststörungen) als nicht betroffene Kinder.</p>
<p>Eine differenzierte und frühzeitige Diagnostik ist wichtig um späteren sekundären neurotischen Entwicklungen vorzubeugen. Ein offener und wachsamer Blick bei allen, die mit Kindern zu tun haben, kann der erste wichtige Schritt in Richtung einer gezielten Förderung sein. Was können also Lehrkräfte, Pädagogen und Therapeuten aber auch Eltern für Kinder mit Teilleistungsstörungen tun?  Besonders aufmerksam sollten die oben aufgeführten Merkmale der psychischen Symptome bei Kindern mit Teilleistungsstörungen beobachtet werden. Plötzliche und schleichende Veränderungen in der Stimmung, aber auch im Schlaf- und Essverhalten können wichtige Anzeichen sein. Bei Unsicherheiten sollte eine kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik eingeleitet werden. Wenn über die Symptome der Teilleistungsstörungen keine weiteren Verhaltensauffälligkeiten bestehen und lerntherapeutische Hilfe zur Verfügung steht, ist eine erweiterte kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung nicht notwendig. Pädagogen haben hier die wichtige Aufgabe Eltern bei der  Suche und der Einleitung von geeigneten Hilfemaßnahmen zu unterstützen, die „Hürde Kinder- und Jugendpsychiatrie“ möglichst niedrig zu halten und die vielen Vorteile einer rechtzeitigen Intervention deutlich zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ist Schokolade ein wirksamer Seelenheiler?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 12:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>start: psychotherapie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erwachsene und Paare]]></category>
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		<description><![CDATA[Schokolade gilt als Seelentröster par excellence. Sie kommt verstärkt zum Einsatz, wenn Kinder quengelig sind, man Liebeskummer hat, Stress und Ärger die Stimmung vermiesen oder schlechtes Wetter auf das Gemüt schlägt. In der Bevölkerung gilt der Genuss von Schokolade daher als wirksames Mittel gegen die klassischen Symptome einer depressiven Erkrankung. Aber kann die süße Kost [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2011/12/tristesse1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-217" title="schokolade" src="http://www.start-psychotherapie.de/wp-content/uploads/2011/12/tristesse1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Schokolade gilt als Seelentröster par excellence. Sie kommt verstärkt zum Einsatz, wenn Kinder quengelig sind, man Liebeskummer hat, Stress und Ärger die Stimmung vermiesen oder schlechtes Wetter auf das Gemüt schlägt. In der Bevölkerung gilt der Genuss von Schokolade daher als wirksames Mittel gegen die klassischen Symptome einer depressiven Erkrankung. Aber kann die süße Kost wirklich als kostengünstiges und wohlschmeckendes Mittel gegen Depressionen eingesetzt werden?</p>
<p>In einer Tafel Schokolade wimmelt es nur so von Stoffen, die sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken können. Dabei liegt – anders als etwa bei harten Drogen, die über den Opiat-Mechanismus wirken – keine der Einzelsubstanzen im Übermaß vor, was die Ursache dafür ist, dass Schokolade nicht das Suchtpotenzial anderer Genussmittel besitzt. Vielmehr sorgt ihre Kombination für eine stimmungsausgleichende Wirkung. Gerade in der Winterzeit und der Zeit der Stimmungstiefs, wäre es schön, wenn an dem Mythos der Heilwirkung etwas Wahres wäre. Doch leider sind die Substanzen, die theoretisch eine positive Wirkung auf unsere Psyche haben könnten, in der Schokolade viel zu gering vorhanden.<img title="{#wordpress.wp_more_alt}" src="http://www.start-psychotherapie.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-215"></span></p>
<h3>• das Glückshormon Phenethylamin (PEA)</h3>
<p>Dieses Hormon haben auch frisch Verliebte im Blut. Tatsächlich ist etwas PEA in Schokolade nachweisbar. Doch kommt der Stoff mit der Nahrung in den Körper, bauen Enzyme das Hormon schnell ab. Man müsste 100 Schokotafeln essen, damit eine wirksame Dosis in den Körper, ins Gehirn und ins Blut gelangt.</p>
<h3>• die Rauschdroge Anandamid</h3>
<p>Diese Substanz kommt auch in Haschisch vor. Doch die Menge, die in Schokolade enthalten ist, ist viel zu gering für eine Wirkung.</p>
<h3>• die Aufputschmittel Koffein und Theobromin</h3>
<p>Beide Stoffe sind Nervengifte. Beim Menschen wirken sie in geringen Dosen anregend auf Herz und Kreislauf. Eine stimmungsaufhellende Wirkung besitzt Koffein jedoch nicht. Theobromin wirkt zwar als Arzneimittel leicht stimmungsaufhellend, aber auch hier gilt: nur wenn man hohe Dosen in Reinform zu sich nimmt.</p>
<h3>• der Glücksstoff Serotonin</h3>
<p>Diesen Botenstoff stellt das Gehirn selbst her. Serotonin spielt unter anderem bei Depressionen nachweislich eine Rolle: Depressive Menschen steht weniger Serotonin im Gehirn zur Verfügung. Schokolade enthält jedoch nur von dem Stoff &#8211; viel weniger Serotonin als etwa Walnüsse, Bananen oder Tomaten. Und selbst diese Lebensmittel gelten gemeinhin nicht als Glücksbote. Das liegt daran, dass Serotonin aus Nahrungsmitteln gar nicht erst ins Gehirn gelangen kann. Das empfindliche Organ ist durch eine Barriere geschützt. Diese sogenannte Blut-Hirn-Schranke sitzt in den Wänden der Adern im Gehirn und lässt nur bestimmte Stoffe durch. Viele Substanzen aus Nahrung und Verdauung schwimmen zwar durch die Adern, können aber die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und daher nicht ins Nervengewebe des Gehirns vordringen. So ist es auch mit dem Glücksbotenstoff Serotonin: Nur vom Gehirn selbst produziertes Serotonin wirkt auch dort.</p>
<h3>• der Eiweißbaustein Tryptophan</h3>
<p>Auch Tryptophan soll zum Glückskick beim Schoko-Esser beitragen. Tryptophan ist eine Aminosäure, aus der im Gehirn unter anderem Serotonin hergestellt wird. Doch zum einen enthalten viele eiweißreiche Lebensmittel viel mehr Tryptophan  als Schokolade. Zum anderen dauert die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin ihre Zeit. Eine unmittelbare Wirkung kann man daher leider nicht erwarten.</p>
<p>Woher kommt dann also der Effekt, dass viele Menschen sich nach einer Tafel Schokolade glücklich fühlen? Manche Experten sind der Meinung, dass durch die Tatsache, dass wir als Kinder Schokolade oft als Belohnung bekommen haben, wir als Erwachsene Schokolade als eine Art ,,Gute-Laune-Placebo” empfinden.<br />
Demnach hätte das Glücksgefühl nach dem Verzehr von Schokolade nur etwas mit unseren Kindheitserinnerungen zu tun und nichts mit ihren besonderen Fähigkeiten.</p>
<p>Schokolade gewinnt an emotionaler Bedeutung, und diese positiven Erfahrungen verankern sich im Gehirn: Sobald Schokolade in der entsprechenden Situation gegessen wird, reagiert das sogenannte Belohnungssystem. Dieses Belohnungssystem umfasst eine Reihe von Gehirnarealen, die immer dann aktiv sind, wenn Menschen Erfolg haben, wenn ihnen etwas glückt, oder wenn ein Plan gelingt. Dabei schütten die Hirnzellen einen bestimmten Botenstoff aus, das Dopamin. Das Glücksgefühl beim Schokoessen entsteht durch diesen Vorgang im Gehirn – und nicht, weil  Dopamin in der Schokolade steckt.</p>
<p>Vor diesen theoretischen Hintergründen, die der Schokolade lediglich aufgrund der gedanklichen Verknüpfung an positive Erinnerungen eine Wirkung zuspricht, erstaunen die Ergebnisse einer Studie der University of California. Wie das Forscherteam der University in San Diego herausgefunden hat, verzehren depressive Menschen dennoch tatsächlich mehr Schokolade als Nichtdepressive. Zudem steigt der Konsum des Genussmittels mit der Schwere des Leidens. Im Rahmen dieser Studie wurde bei tausend Probanden die Wirkung des Schokoladenverzehrs auf die Stimmung untersucht. Es habe sich gezeigt, dass die nach der Einstufung depressivsten Frauen und Männer den größten Schokoladenhunger an den Tag gelegt hatten: Sie kamen jeweils auf etwa zwölf Tafeln pro Monat. Die Kontrollgruppe der Nichtdepressiven aß dagegen nur je fünf Tafeln, während die Testpersonen mit leichten Depressionen auf jeweils acht kamen. Die Studie bestätigt somit den lang gehegten Verdacht, dass Menschen mehr Schokolade essen, wenn sie traurig sind. Die Studie lässt jedoch offen, ob die Schokolade tatsächlich die depressiven Symptome messbar verringert. Nur in diesem Fall könnte Schokolade als wirksames Antidepressivum gelten&#8230; und daran muss aus den oben aufgeführten Gründen leider gezweifelt werden.</p>
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