10. Dezember 2012

Als vor einigen Jahren Gesunde auf die Idee kamen, verschreibungspflichtige Medikamente wie Ritalin einzunehmen, um ihre kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern, gab es viele empörte Stimmen. Mittlerweile ist sogenanntes Gehirndoping oder Neuro-Enhancement durch verschreibungspflichtige Medikamente in der Mitte der Gesellschaft angekommen – obwohl mögliche Langzeitfolgen bisher kaum erforscht sind.
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16. Dezember 2011
Was sind Teilleistungsstörungen und was ist unter den Pseudonymen der „Legasthenie“ und der „Dyskalkulie“ überhaupt zu verstehen? Zu den Symptomen einer Legasthenie, die im Volksmund auch als Lese-Rechtschreibstörung bekannt ist, zählt eine niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text, das Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben. Zudem kann der Inhalt des Gelesenen zum Teil nur unzureichend wiedergegeben bzw. interpretiert werden. Hinsichtlich der Rechtschreibung zeigen sich folgende Schwierigkeiten: Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten aber auch abgeschriebenen Texten. Wörter werden im selben Text häufig auch mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben. Hinzu kommen auffallend viele Grammatik- und Interpunktionsfehler und oft eine unleserliche Handschrift.
Bei der „Dyskalkulie“ handelt es sich um eine Rechenstörung, die sich durch folgende Defizite zeigt: Mengen einschätzen, zu vergleichen oder zu sortieren fällt schwer, Fragen nach “kleiner”, “größer”, “mehr” oder “weniger” können vom Kind nicht beantwortet werden. Die Fähigkeit, Gegenstände abzuzählen oder Mengenbilder gesprochenen Zahlwörtern zuzuordnen ist eingeschränkt. Später werden im Hunderter- und Tausender-Zahlenraum die Stellenwerte vertauscht oder verdreht. Das Rechnen mit Gegenständen oder Maßeinheiten (Geld, Gewichte, Längenmaße) fällt schwer. Auch das Ablesen der Uhrzeit bereitet große Probleme. weiterlesen
Quellen:
Bachmann M (2005). Hochbegabt oder ADHS?. Pädiatrische Nachrichten 04/2005 S.8. Köln: Biermann Döpfner M, Fröhlich J, Lehmkuhl G (2000). Hyperkinetische Störungen. Göttingen: Hogrefe
Kim J (2003). Diagnosis of ADHD among gifted children in relation to KEDI-WISC and T.O.V.A. performance. Gifted child Quarterly. Vol 47(3), 192-201.
Firnhaber, M (2005). Legasthenie und andere Wahrnehmungsstörungen. Wie Eltern und Lehrer Risiken frühzeitig erkennen und helfen können. 3. stark erweiterte Neuauflage. Fischer (TB), Frankfurt.
Hasselhor M, Schneider W, Marx H (2000). Diagnostik von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Hogrefe, Göttingen.
Klicpera C, Schabmann A, Gasteiger-Klicpera B (2003). Legasthenie. Reinhardt, München.
Schulte-Körne G, (2001). Legasthenie: erkennen, verstehen, fördern. Verlag Dr. Winkler, Bochum.
Schulte-Körne G, (2004). Elternratgeber Legasthenie. Knaur, München.
Schulte-Körne G, (2007). Legasthenie und Dyskalkulie: Aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft, Schule und Gesellschaft. Verlag Dr. Winkler, Bochum.
Thomé G, (2004). Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) und Legasthenie. Eine grundlegende Einführung. Beltz Verlag, Weinheim
Warnke A, Hemminger U, Plume E, (2004). Ratgeber Lese-Rechtschreibstörung.
Hogrefe-Verlag, Göttingen.
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http://www.start-psychotherapie.de/leistungen/psychotherapie/kinder-und-jugendliche/kinderpsychotherapie-berlin-jugendpsychotherapie-kindertherapeutin.php
http://www.start-psychotherapie.de/leistungen/psychotherapie/kinder-und-jugendliche/depression-behandlung-berlin-kinder-selbstwertprobleme.php
24. Oktober 2011
Bis vor einigen Jahren kamen Studien zu dem Schluss, dass bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) eine sorgfältig durchgeführte medikamentöse Behandlung mit Stimulanzien in der Verminderung von Kernsymptomen des Störungsbildes wirksamer ist als verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass multimodale Behandlungsansätze, welche Verhaltenstherapie und Medikation miteinander verbinden (MTA Cooperative group 1999), genauso wirksam sind wie eine reine medikamentöse Behandlung mit Stimulanzien.
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