Leistungskick aus dem Pillenschrank

10. Dezember 2012

Als vor einigen Jahren Gesunde auf die Idee kamen, verschreibungspflichtige Medikamente wie Ritalin einzunehmen, um ihre kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern, gab es viele empörte Stimmen. Mittlerweile ist sogenanntes Gehirndoping  oder Neuro-Enhancement durch verschreibungspflichtige Medikamente in der Mitte der Gesellschaft angekommen – obwohl mögliche Langzeitfolgen bisher kaum erforscht sind.

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Depressive Mütter: Wie geht es dem Kind?

9. August 2012

 

Immer mehr Menschen erkranken an psychischen Störungen.  Frauen sind nach den Daten des Bundesgesundheitssurveys besonders betroffen. Die Zwölfmonatsprävalenzen psychischer Störungen bei Erwachsenen lagen 1998 bei 37 % für Frauen und bei 25,3% für Männer. Auch aus einer aktuellen Pressemitteilung des Müttergenesungswerks geht hervor, dass die Situation deutscher Mütter hinsichtlich ihrer psychischen Gesundheit Besorgnis erregend ist.

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Psychotherapie mit Pferden: Eine vielversprechender Ansatz zur Behandlung von Autisten

12. Juni 2012

Tiere in die therapeutische Arbeit einzubeziehen ist nicht allzu neu. Je nach Tierart wird tiergestützte Therapie in verschiedenen Einsatzgebieten und bei verschiedenen Krankheiten praktiziert. Bereits etabliert hat sich beispielsweise die Arbeit mit Hunden und Delfinen. Relativ neu ist der Ansatz Pferde in eine ganzheitliche Behandlung von psychisch erkrankten Menschen einzubeziehen weiterlesen

Was sich hinter der Jagd nach dem „Perfekt sein“ verbirgt……..

24. Mai 2012

 

Es gibt sie, die Menschen die den Anschein machen immer alles perfekt unter Kontrolle zu haben. Im Job geben sie immer hundert Prozent und auch privat läuft immer alles bestens. Sie sind auf jeder angesagten Party anzutreffen, haben gut erzogene Kinder und viele Freunde. In Krisensituationen behalten sie selbst einen klaren Kopf,  haben immer gute Ratschläge für ihr Umfeld, bewirten ihre Gäste mit komplizierten 4-Gang Menüs und haben obendrein dabei auch noch eine Menge Spaß. Vielleicht gehören Sie sogar selbst ein wenig zu den Menschen, die sich und der Umwelt immer wieder beweisen wollen bzw. müssen: „Ich habe alles fest im Griff und meistere jede Herausforderung mit Bravour“. Schwach sein dürfen und „Nein sagen“, Anforderungen und Aufgaben ablehnen gehört nun einmal nicht zu den favorisierten Persönlichkeitszügen unserer heutigen Gesellschaft. Woher kommt der ständige Drang alles perfekt meistern zu wollen? Wieso versuchen wir in möglichst vielen Lebensbereichen „perfekt“ zu sein? weiterlesen

Frühkindliche Mehrsprachigkeit – Chance oder Risiko?

27. April 2012

 

 

Durch die Auswirkungen der zunehmenden Globalisierung wachsen Kinder heute in einer Welt der Mehrsprachigkeit auf. Kleinkinder erlernen eine oder mehrere Sprachen und Dialekte immer häufiger schon im familiären Umfeld. Als simultan bilingual bezeichnet man diejenigen Kinder, die sehr früh – während der ersten zwei bis drei Lebensjahre mit zwei Sprachen aufwachsen. Wenn beide Eltern unterschiedliche Muttersprachen haben und diese regelmäßig mit dem Kind sprechen, wächst dadurch das Kind ganz selbstverständlich mit beiden Sprachen auf. Eine notwendige Voraussetzung hierzu ist jedoch, dass das  Kind jede der beiden Sprachen im Alltag sehr oft hört. Eine Stunde „gezielter Unterricht“ pro Woche greift hier zu kurz.

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Homing – das wiederentdeckte Bedürfnis nach Rückzug

27. März 2012

 

„Das Haus ist eine Arche, um der Flut zu entrinnen“. Mit diesem Zitat von Katherine Mansfield ist der Kern des „Homing“-Trends wohl ganz gut getroffen. „Homing“ bezeichnet den Wunsch nach schönem Wohnen, nach Behaglichkeit, Gemütlichkeit, Wärme und Harmonie in den eigenen vier Wänden. In den letzten Jahren hat sich dieses Bedürfnis in der Gesellschaft verstärkt. Bereits 2009 sprachen Trendforscher von dem wieder entdeckten Glück sich zuhause einen sicheren, schönen Rückzugsort zu schaffen. Die Menschen sehnen sich in der heutigen schnelllebigen und unsicheren (Berufs-)Welt wieder nach einem Rückzugsort, an dem sie sich vollkommen wohl und sicher fühlen können. „My home is my castle“ -und so ist es nicht verwunderlich, dass der schwerverdiente Lohn bereitwillig in die Einrichtung und Ausgestaltung des Heimes fließt. weiterlesen

Stress im Jugendalter?

7. Februar 2012

Stress: für Erwachsene der tägliche Begleiter im Alltag. Die Stressauslöser der heutigen Gesellschaft lassen sich unter anderem in folgende Bereiche einordnen:

1. Körperliche Belastungen wie Lärm, Kälte, Hitze, Überarbeitung, Hunger, Verletzungen, Krankheiten, Überanstrengung.
2. Psychische Verursacher wie Angst, Schreck, Leid oder Unsicherheit (z. B. in der Schule).
3. Sogenannte soziale Auslöser wie Armut, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Probleme in Schule/Beruf oder in der Familie.
4. Künstliche Stressfaktoren wie Reizüberflutung durch die Medien, Anforderungen durch die Technik, Drogen, Medikamente, Konsumzwang, Geschwindigkeitsrausch usw.

Solange man sich zwischen den einzelnen Stresssituationen ausreichend erholen kann, ist Stress nicht schädlich. Wir brauchen sogar ein bestimmtes Maß an Reizen, um widerstandsfähig zu bleiben. Diese positive Art Stress, die auch zu Höchstleistungen anspornen kann, heißt Eustress. Treten Stressoren jedoch gehäuft auf, bleibt keine Zeit für die notwendige Regeneration. In diesem Fall wirkt sich der sogenannte Dystress negativ auf Körper und Psyche aus. Wie viele Studien in den letzten Jahren gezeigt haben, wirken zahlreiche der oben aufgeführten Stressoren bereits im Jugendalter auf die Heranwachsenden ein. weiterlesen

Teilleistungsstörungen, was sind das?

16. Dezember 2011

 

Was sind Teilleistungsstörungen und was ist unter den Pseudonymen der „Legasthenie“ und der „Dyskalkulie“ überhaupt zu verstehen? Zu den Symptomen einer Legasthenie, die im Volksmund auch als Lese-Rechtschreibstörung bekannt ist, zählt eine niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text, das Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben. Zudem kann der Inhalt des Gelesenen zum Teil nur unzureichend wiedergegeben bzw. interpretiert werden. Hinsichtlich der Rechtschreibung zeigen sich folgende Schwierigkeiten: Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten aber auch abgeschriebenen Texten. Wörter werden im selben Text häufig auch mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben. Hinzu kommen auffallend viele Grammatik- und Interpunktionsfehler und oft eine unleserliche Handschrift.

Bei der „Dyskalkulie“ handelt es sich um eine Rechenstörung, die sich durch folgende Defizite zeigt: Mengen einschätzen, zu vergleichen oder zu sortieren fällt schwer, Fragen nach “kleiner”, “größer”, “mehr” oder “weniger” können vom Kind nicht beantwortet werden. Die Fähigkeit, Gegenstände abzuzählen oder Mengenbilder gesprochenen Zahlwörtern zuzuordnen ist eingeschränkt. Später werden im Hunderter- und Tausender-Zahlenraum die Stellenwerte vertauscht oder verdreht. Das Rechnen mit Gegenständen oder Maßeinheiten (Geld, Gewichte, Längenmaße) fällt schwer. Auch das Ablesen der Uhrzeit bereitet große Probleme.   weiterlesen

Ist Schokolade ein wirksamer Seelenheiler?

6. Dezember 2011

Schokolade gilt als Seelentröster par excellence. Sie kommt verstärkt zum Einsatz, wenn Kinder quengelig sind, man Liebeskummer hat, Stress und Ärger die Stimmung vermiesen oder schlechtes Wetter auf das Gemüt schlägt. In der Bevölkerung gilt der Genuss von Schokolade daher als wirksames Mittel gegen die klassischen Symptome einer depressiven Erkrankung. Aber kann die süße Kost wirklich als kostengünstiges und wohlschmeckendes Mittel gegen Depressionen eingesetzt werden?

In einer Tafel Schokolade wimmelt es nur so von Stoffen, die sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken können. Dabei liegt – anders als etwa bei harten Drogen, die über den Opiat-Mechanismus wirken – keine der Einzelsubstanzen im Übermaß vor, was die Ursache dafür ist, dass Schokolade nicht das Suchtpotenzial anderer Genussmittel besitzt. Vielmehr sorgt ihre Kombination für eine stimmungsausgleichende Wirkung. Gerade in der Winterzeit und der Zeit der Stimmungstiefs, wäre es schön, wenn an dem Mythos der Heilwirkung etwas Wahres wäre. Doch leider sind die Substanzen, die theoretisch eine positive Wirkung auf unsere Psyche haben könnten, in der Schokolade viel zu gering vorhanden. weiterlesen

Sind Einzelkinder wirklich benachteiligt?

25. November 2011

 

Viele Eltern haben häufig ein schlechtes Gewissen, wenn sie nur ein Kind zur Welt bringen. Vor allem den Müttern wird vorgeworfen, wie eine „Glucke“ zu sein, d.h. ihr Kind übermäßig zu behüten, ihrem Kind keinen Freiraum zu geben und es mit Liebe und Zuneigung zu überschütten. Oder aber man wirft ihnen vor, allzu karriereorientiert und egoistisch zu sein und das Kind mit zuviel Ehrgeiz zu Macht und Erfolg zu treiben.

Einzelkinder gelten häufig als Egoisten, die Schwierigkeiten im sozialen Miteinander haben und von ihren Eltern verhätschelt werden. Einige Menschen aber beneiden auch Einzelkinder aufgrund der Tatsache, dass sie von ihren Eltern die ungeteilte Beachtung bekommen und diese mit Niemandem teilen müssen.

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